Sichtbarkeit & Marketing
Phase 8Damit dein Buch gefunden wird. Diese Phase darfst du früh und in deinem Tempo beginnen, am besten schon, während du schreibst, von der Autorenmarke bis zum Buchlaunch.
Deine Autorenmarke & Haltung
Marketing beginnt nicht beim Buch, sondern bei dir als Autorin.
Deine Autorenmarke ist deine Stimme, deine Werte und die Themen, die bei dir immer wiederkehren. Sie ist kein Logo, sondern die Verlässlichkeit, mit der du für etwas stehst und wie du dich zeigst. Denn Leser folgen am Ende Menschen, nicht nur einzelnen Büchern, und wenn sie spüren, wofür du stehst, bleiben sie dir treu.
Genau das ist auch der Kern von Büchern mit Haltung. Wenn du für dich klar hast, wofür du stehst, wird alles Weitere stimmig, von der Website über den Newsletter bis zu jedem Beitrag.
Schreib in wenigen Worten auf, wofür du als Autorin stehst und was deine Leser bei dir immer wiederfinden sollen. Das ist der Kern deiner Autorenmarke.
- Wofür stehst du als Autorin?
- Welche Themen und Werte ziehen sich durch dein Schreiben?
- Wie möchtest du von deinen Lesern wahrgenommen werden?
Deine Autorenplattform und Website
Deine eigene Website ist deine Heimat im Netz, der eine Ort, der ganz dir gehört.
Anders als bei den sozialen Plattformen bestimmst du hier alles selbst, und kein Algorithmus kann dir deine Reichweite nehmen. Auf deiner Website finden sich deine Bücher, eine Seite über dich, ein Weg, dich zu erreichen, und vor allem die Anmeldung zu deinem Newsletter. Bei einem Sachbuch bringt dir ein Blog zusätzlich Besucher über Suchmaschinen.
Es muss nicht groß und aufwendig sein, wichtiger ist, dass es deins ist und dass alle Wege von dort zu deinem Newsletter führen. So baust du dir ein Fundament, das dir niemand wegnehmen kann.
Plane die wichtigsten Seiten deiner Autoren-Website, also Startseite, über dich, deine Bücher und die Anmeldung zum Newsletter. Sie ist deine Heimat im Netz.
- Hast du schon eine eigene Autoren-Website, oder brauchst du eine?
- Welche Seiten sind dir wichtig?
- Wie führst du Besucher zu deinem Newsletter?
Newsletter und E-Mail-Liste
Der Newsletter ist dein stabilster Kanal, weil die Liste wirklich dir gehört.
Kein Algorithmus entscheidet, wer deine Nachricht sieht, denn du erreichst deine Leser direkt in ihrem Postfach. Deshalb lohnt es sich, früh damit zu beginnen, am besten lange bevor dein Buch fertig ist. Gib den Menschen einen guten Grund, sich einzutragen, zum Beispiel ein kleines Geschenk wie ein Bonuskapitel oder eine Leseprobe.
Mit der Zeit wird deine Liste zu deinem wertvollsten Besitz, denn sie aktiviert sich bei jeder Veröffentlichung neu und macht dich unabhängiger von bezahlter Werbung. Jeder einzelne Eintrag ist ein Mensch, der von dir hören möchte.
Richte früh eine einfache Anmeldung für deinen Newsletter ein und überleg dir einen kleinen Anreiz, warum jemand sich einträgt. Dein Newsletter ist dein stabilster Kanal.
- Was könntest du als Anreiz für deinen Newsletter anbieten?
- Wie oft möchtest du schreiben, und worüber?
- Wie baust du deine Liste Schritt für Schritt auf?
Social Media
Lieber ein bis zwei Kanäle wirklich pflegen als überall ein bisschen.
Wähle die Plattformen, die zu dir und deiner Zielgruppe passen und die du dauerhaft bedienen kannst. Für Bücher gibt es lebendige Gemeinschaften, etwa auf BookTok oder Bookstagram. Am besten arbeitest du mit wiederkehrenden Formaten, also zum Beispiel einer festen wöchentlichen Rubrik, statt mit sporadischen Posts. Regelmäßigkeit und Qualität wirken stärker als Breite.
Damit das leicht von der Hand geht, hilft dir dein Social-Media-Planer in der Schreibwelt, in dem du dir Woche für Woche einträgst, was du wann auf welcher Plattform zeigen möchtest. So entsteht ganz von selbst ein roter Faden.
Wähl eine oder zwei Plattformen, die du wirklich konsequent bedienen kannst, und plane wiederkehrende Formate. Dein Social-Media-Planer in der Schreibwelt hilft dir dabei.
- Welche ein bis zwei Plattformen passen zu dir und deiner Zielgruppe?
- Welche wiederkehrenden Formate könntest du zeigen?
- Wie viel Zeit willst du dafür einplanen?
Content und SEO
Mit guten Inhalten wirst du über Suchmaschinen gefunden und baust Vertrauen auf.
Gerade bei einem Sachbuch führen Artikel und Blogbeiträge rund um deine Themen Menschen über Suchmaschinen zu dir und deinem Buch. Denk dabei in den Fragen und Worten deiner Leser, denn genau danach suchen sie. So machst du dich auffindbar und zeigst zugleich deine Kompetenz.
Content wirkt langsam, aber er summiert sich, und mit der Zeit wirst du zur vertrauten Adresse für dein Thema. Genau das ist der Gedanke, dich mit Kompetenz sichtbar zu machen, sodass Leser sagen, genau diesen Weg möchte ich gehen.
Sammle Fragen, die deine Zielgruppe wirklich stellt, und mach daraus Themen für Blog oder Beiträge. So findet man dich über Suchmaschinen.
- Welche Fragen deiner Zielgruppe kannst du beantworten?
- Über welche Begriffe würde man dich suchen?
- Wie kannst du mit Inhalten Vertrauen aufbauen?
Amazon-SEO
Auf Amazon entscheidet vor allem eines darüber, ob du gefunden wirst, nämlich deine Metadaten.
Dazu gehören die Suchbegriffe, die du in Titel, Untertitel und den dafür vorgesehenen Feldern hinterlegst, die Kategorien, in denen du dich einordnest, und eine überzeugende Beschreibung. Wähle Kategorien, die zu deinem Buch passen und in denen es tatsächlich gesucht wird, und sorge dafür, dass schon der erste Satz deiner Beschreibung den Kern und den Nutzen transportiert.
Recherchiere die Begriffe aus der Sicht deiner Leser, also die Worte, die sie wirklich eingeben würden, und bau sie natürlich ein. So findet dich deine Zielgruppe im Shop, ganz ohne dass du sie mit der Tür ins Haus fällst.
Recherchier die Suchbegriffe, die deine Leser bei Amazon eingeben würden, und bau sie natürlich in Titel, Beschreibung und Kategorien ein.
- Welche Suchbegriffe passen zu deinem Buch?
- In welchen Kategorien willst du gefunden werden?
- Trägt der erste Satz deiner Beschreibung sofort den Nutzen?
Bezahlte Werbung
Bezahlte Werbung kann deine Sichtbarkeit verstärken, besonders rund um den Launch, ist aber kein Muss.
Der übliche Einstieg sind Amazon Ads, dazu kommen bei Bedarf Anzeigen bei Meta oder Facebook. Wichtig ist, klein zu starten, also mit wenigen Kampagnen und einem überschaubaren Budget, verschiedene Ansätze zu testen und regelmäßig zu optimieren. Was nicht funktioniert, pausierst du, was sich lohnt, verstärkst du.
Werbung ist ein Werkzeug und kein Zauber, deshalb solltest du immer messen, ob sich der Einsatz lohnt. Wenn dir das zu viel ist, ist das völlig in Ordnung, denn ein starker Newsletter und treue Leser tragen oft weiter als jede Anzeige.
Wenn du Werbung ausprobierst, starte mit einem kleinen Budget und wenigen Kampagnen, und schau täglich, was funktioniert. Verstärke das Gute, pausiere den Rest.
- Möchtest du überhaupt bezahlte Werbung nutzen?
- Welches kleine Budget wäre für dich vertretbar?
- Woran misst du, ob sich Werbung lohnt?
Rezensionen und Leseexemplare
Rezensionen schaffen Vertrauen bei Menschen, die dich noch nicht kennen.
Am besten baust du dir schon vor dem Start einen kleinen Kreis von Menschen auf, die dein Buch als Leseexemplar bekommen und ehrlich rezensieren, etwa aus deinem Newsletter, aus Blogger-Kontakten oder aus Genre-Gemeinschaften. Bitte ohne Druck um eine Rückmeldung, denn Glaubwürdigkeit ist wichtiger als eine große Zahl.
Wenn du Rezensionsexemplare vergibst, mach das transparent, denn das gehört rechtlich und menschlich dazu. Ehrliche Stimmen von echten Leserinnen wirken am Ende überzeugender als jede noch so gute Eigenwerbung.
Bau dir vor dem Start einen kleinen Kreis von Menschen auf, die dein Buch als Leseexemplar bekommen und ehrlich rezensieren. Transparenz gehört dabei dazu.
- Wen könntest du um eine ehrliche Rezension bitten?
- Wie machst du klar, dass es ein Rezensionsexemplar ist?
- Wie sammelst du Rezensionen, ohne Druck zu machen?
Pressearbeit und PR
Presse braucht einen Anlass, denn dass dein Buch erscheint, ist allein noch keine Nachricht.
Frag dich, was an dir oder deinem Buch nachrichtenwürdig ist, zum Beispiel ein aktuelles Thema, deine besondere Erfahrung, ein regionaler Bezug oder eine gesellschaftliche Relevanz. Mit einem solchen Anlass sprichst du gezielt regionale Medien, Kulturkalender, Bibliotheken und Buchhandlungen an, denn dort ist die Tür für neue Stimmen oft weiter offen als bei den ganz großen Häusern.
Halte deinen Pitch kurz und klar, sodass sofort erkennbar ist, warum das für die Leser dieses Mediums interessant ist. Ein persönlicher Draht wirkt dabei mehr als jede Massenmail.
Überleg, was an dir oder deinem Buch nachrichtenwürdig ist, zum Beispiel ein aktuelles Thema oder ein regionaler Bezug, und sprich damit gezielt regionale Medien an.
- Was macht dein Buch oder dich nachrichtenwürdig?
- Welche regionalen Medien oder Orte könntest du ansprechen?
- Wie lautet dein kurzer, klarer Pitch?
Lesungen, Messen und Kooperationen
Begegnungen und Partnerschaften erweitern deine Reichweite und bauen echte Beziehungen auf.
Lesungen, Messen, Märkte und die Zusammenarbeit mit anderen Autoren oder mit Orten, die deine Zielgruppe erreichen, bringen dich mit Menschen zusammen. Sammle bei jeder Gelegenheit Kontakte für deinen Newsletter und halte etwas zum Mitnehmen bereit, zum Beispiel ein Lesezeichen mit einem QR-Code. Gerade wenn du mehrere Titel hast oder dich mit anderen zusammentust, ist die Wirkung oft besonders groß.
Aus einer einzelnen Begegnung wird so ein bleibender Kontakt, und aus vielen Kontakten wächst mit der Zeit deine eigene kleine Leserschaft. Das verbindet sich schön mit dem Direktverkauf aus Phase 7.
Such dir eine erste Gelegenheit für eine Lesung oder eine Kooperation mit jemandem, der dieselbe Zielgruppe erreicht. Gemeinsam ist die Reichweite oft größer.
- Welche Lesungen, Messen oder Orte passen zu dir?
- Mit wem könntest du kooperieren?
- Wie machst du aus einer Begegnung einen bleibenden Kontakt?
Dein Buchlaunch-Plan
Ein Launch ist kein einzelner Tag, sondern ein Plan über mehrere Etappen.
In der Vorbereitung bringst du das Wichtige in Form, also Cover, Beschreibung, Suchbegriffe und deine Leseexemplare. In der Zeit kurz davor weckst du Neugier, mit einem Teaser im Newsletter, einem Countdown in den sozialen Medien und den Rezensenten, die du einweihst. In der Launch-Woche selbst schaltest du Werbung, bündelst deine Beiträge und behältst deine Zahlen im Blick, und danach ergänzt du Rezensionen, feilst an den Suchbegriffen und planst eine zweite Welle.
So wird aus einem angsteinflößenden großen Moment eine überschaubare Reihe von Schritten. Am besten legst du dir diese Aufgaben mit festen Terminen in dein Aufgabentool, dann trägt dich der Plan durch den Launch.
Skizzier deinen Launch in vier Etappen, Vorbereitung, kurz davor, Launch-Woche und danach, und leg dir die Aufgaben mit Terminen in dein Aufgabentool.
- Wann möchtest du dein Buch veröffentlichen?
- Welche Schritte gehören in deinen Launch-Plan?
- Wen möchtest du vorab einweihen und aktivieren?
Dein Buch wird gefunden
Du weißt jetzt, wie dein Buch seine Leser findet, von deiner Autorenmarke über Website und Newsletter, Social Media und Suchmaschinen bis zu Werbung, Rezensionen, Pressearbeit, Lesungen und einem klaren Launch-Plan. Denk daran, dass du damit früh und in deinem Tempo beginnen darfst, am besten schon, während du schreibst.
In Phase 9, der letzten, geht es ums Weiterwachsen, also darum, wie es nach der Veröffentlichung weitergeht.
